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Wintergemüse-Setzlinge - was bei der Pflege zu beachten ist

Die Pflege der späten Setzlinge:

Die Pflege der späten Setzlinge:

Was pflanzen wir im Sommer für die Herbst- und Winterernte?

Viele verschiedene Kohlgewächse, Asiasalate, Wintersalate, Zichoriengewächse und Lauch. Und daraus ergibt sich eine Vielfalt von über 40 Sorten und Arten!

Was bei den späten Gesundheitsboostern zu beachten ist:

KOHL: Grünkohl, Federkohl, Butterkohl, Sprouting, Brokkoli, Kohlrabi, Rosenkohl, Chinakohl

Kohle sind Starkzehrer. Zur Vergetationsphase also unbedingt regelmäßig düngen. Vegetatiosphase ist bei Temperaturen über 10° und solange der Boden noch warm ist. Wird es dann kalt und hat regelmäßig Frost brauchen die Pflanzen keinen Dünger mehr. Tipp: Beim pflanzen gleich 1-2 Eßlöffel Schafwollpellets mit ins Pflanzloch und Kompost untermischen. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht, lebendig und warm. Vor allem im Winter sollten die Gemüsebeete bedeckt und nicht nackt sein. Das geht mit buntem Mulch oder einer Gründüngung.

Mulchtipp: Flächenkompost mit Küchanabfällen eignet sich ebenso wie Staudenschnitt, Blätter oder Rasenschnitt. Am Besten mischt man die unterschiedlichen, im Garten anfallenden Materialien. Je feiner das Material, desto dünner auftragen, damit es nicht verklebt und fault.

Setzen kann man die großen Kohlpflanzen gut im Verbund mit Salaten oder Kohlrabi. Salate benötigen wenig Nährstoffe und werden bald geerntet, sie machen dann Platz für den Wachstumsdrang der Kohle. Gut für die Untersaat eignet sich die Rapunzel (oder Vogerlsalat). Damit die einzelnen Pflanzen schön und groß werden empfielt sich die Mühe einer Reihensaat mit Abstand. Geht auch im Balkonkasten!

Schädlinge: schon der Name... der Kohlweißling ist immerhin ein Schmetterling, und im Gegensatz vieler Artgenossen noch ein häufiger. Die Raupen der verschiedenen Weißlinge lieben Kohlpflanzen (und Asias). Kreuzblütler eben. Und sie haben ihre Berechtigung im Ökosystem. Wir spritzen daher nicht. Wir arbeiten mit Nützlingen (Schlupfwespen, welche die Raupen parasitieren - erkennbar an weiß-schwarz gezeichneten Tönnchen, aus denen wieder Schlupfwespen schlüpfen), wir sammeln die Raupen ab und bringen sie zu Pflanzen, die wir entbeeren können. Meist wild aufgegangene Asias. Und wir arbeiten dieses Jahr mit einem Kulturschutznetz. Diese sind oft sehr fein, wir haben eines mit 10mm gefunden, was die Schmetterlinge abhält, aber keine anderen Tiere. Hat man den zweiten Widersacher von Kohlgemüse, den Erdfloh, empfielt sich ein feines Netz. Erdflöhe mögen nicht gegossen werden und keine feuchte Erde - gerade bei schwieriger Witterung ist man aber ganz froh übers abtrocknen um Mehltaukrankheiten vorzubeugen. Dann hilft nur besprühen mit ätherischen Ölen (verdünnt mit Wasser versteht sich) und bestäuben mit Gesteinsmehl.

Ein weiterer Widersacher sind natürlich Schnecken. Absammeln, absammeln, absammeln und zur Not einen Schneckenkragen. Sind die Pflanzen groß genug können sie das Geknabber ab. Bei viel Regen machen die schleimigen Gesellen aus Pak Choi, Zuckerhut und Chinakohl aber gerne mal etwas mit interessantem Muster.

ZICHORIEN: Catalognas (Blattzichorien), Puntarelle - Vulkanspargel (Sproßzichorien), Radicchio, Endivie, Zuckerhut

Die große Familie der Zichorien ist mit der Wegwarte verwandt und blüht daher hoch und blau, auch wenn die Blattzichorien an große Löwenzähne erinnern. Grundsätzlich sind die Zichorien haltbare Gewächse mit dicker Speicherwurzel (hier kommt der Zichorienkaffee her), sie könnten also jedes Jahr wieder austreiben. Manche gehen nach 2-3 Jahren nach der Blüte ein.

Die bittere und sehr gesunde Bereicherung der Gemüsearten im Garten sind genügsam. Sie brauchen weder viel Dünger, noch viel Pflege. Lediglich nach Schnecken sollte man ab und zu fanden. Ist es sehr heiß tut ihnen eine Schattierung gut. Gerade Asias gehen bei großer Hitze schnell in Blüte.

ASIAS und PAK CHOI:

Können überall dazwischen gesetzt werden oder gleich gesät. Einzelne Pflanzen können aber recht üppig werden und sollten dann beerntet werden. Grundsätzlich wachsen die Pflanzen um zu blühen - regelmäßiger Rückschnitt verhintert das zumindest eine zeitlang. Auch bleiben die Blätter so zart. Benötigen ab und an wenig Dünger, keine besondere Pflege - Schädlinge siehe KOHL.

LAUCH sollte tief in eine Rinne gesetzt und regelmäßig angehäufelt werden. Ihm recht der Schafwolldünger im Pflanzloch und 1-2 x flüssig Düngen zu Beginn der Wachstumsphase (nach 3-4 Wochen) sowie nach 2 Monaten.
Hier kann es Probleme mit der Lauchminiermotte oder Zwiebelfliegen geben, die jedoch bei kleinteiligem Anbau nicht ins Gewicht fallen.

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