Sommerflieder sind wundervoll - und bei vielen naturnahen Gärtnern verrufen.
Wir finden: als spätblühende Farbtupfer dürfen sie Hecken bereichern. Sinnvoll ist, die Samenstände rechtzeitig zu entfernen um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. Wir so oft bei invasiven Pflanzen muss der Mensch nur seiner Verantwortung gerecht werden.
Sommerflieder sind krautige Sträucher die einen regelmäßigen und starken Rückschnitt benötigen. Sie werden sonst ausladend und brechen leicht. Ein radikaler Schnitt im Frühjahr und/oder Herbst ist daher angebracht. Das graugrüne Laub und die knalligen Blütenkerzen sind ein Hingucker und ziehen Schmetterlinge, Wespen, Hummeln und Schwebfliegen an. Die Annahme, die Sträucher böten keinen Nehrung und verschaukelten die Insekten nur ist wiederlegt. Trotzdem ist es kein heimischer Strauch und daher auch nicht besonders ökologisch wertvoll. man pflanzt ihn weniger für Insekten, aber fürs Auge. Im Gegensatz zum echten Flieder, den man für die Nase pflanzt und der gar keine Nahrung für unsere Insekten bietet immerhin ein Fortschritt.
Ein Teilrück-Schnitt nach der Blüte verlängert die Blütezeit!
Die Sträucher wachsen eigentlich überall und besiedeln gerne ruderal Flächen. Mager, trocken, schwierig - kann er. Nur am Anfang für gutes Einwurzeln sorgen!
Farbe ist ziemlich sicher violett - aber ohne Gewähr!
Jungpflanze im Container (größerer Topf), voll winterhart.
Rückschnitt nach Bedarf, auch komplett.